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Mein Leben, grob gesehen, ist überflutet von Enttäuschungen und Misserfolgen. Mit 20 Jahren, so etwas zu sagen und noch im 21. Jahrhundert ist, ich weiß nicht ganz, wie ich es formulieren soll...

Doch etwas gewagt, aber im Kontrast eigentlich auch nicht. Es ist halt immer eine subjektive Einschätzung, die einen etwas als gut oder schlecht empfinden lässt. Und dies ist meine nun mal.

 

In den letzten Wochen oder gar Monaten denke ich sehr viel nach. Aber nicht über Belangloses, sondern eher Dinge, die für mich essenziell sind. Es ist schwer zu erklären, aber ich versuche meinen Problemen erst einmal gedanklich und analytisch auf den Zahn zu fühlen. Ich versuche es zumindest, aber werde, wie jeder andere Mensch auch, nach einer gewissen Zeit von seinen Gefühlen und Emotionen übermannt und sehe die ganze Situation dann sehr verschwommen.

 

Einige Dinge oder prinzipielle Charakterzüge lassen sich jedoch auch von starken Emotionen verschwommen sehend, aufgreifen und verstehen. Zumal das Eingeständnis solch, oft negativen Dingen, viel schwieriger ist, als das Erkennen.

 

 Was ich unweigerlich bemerke und auch akzeptiere ist, dass ich große Bindungsängste habe. Woher diese stammen, ist mir recht schleierhaft. Das ist nämlich so eine Sache, die bekommst du bei deiner Geburt nicht einfach so in die Wiege gelegt. Ich sehe es als Prozess an. Der Prozess der Bindungsunfähigkeit. Menschen kommen und Menschen gehen. Menschen leben und Menschen sterben. Das einfachste Prinzip auf dieser Welt. Doch ist es das Prinzip, an dem die meisten Menschen scheitern, es zu verstehen oder zu akzeptieren.

Das wird auch sehr wahrscheinlich mein Problem sein. Ich finde es äußerst schwer, den Verlust eines Menschen, sei er geliebt oder gehasst, zu akzeptieren und zu verstehen. Natürlich sind die Gründe meist rational erklärbar, wie Krankheiten oder Unfälle. Doch es kommt die Phase, in der man selbst, die Religion mit einbezieht, auch wenn man gar kein religiöser Mensch ist. Man stellt sich Fragen, wie " Wieso dieser Mensch?"; "Was hat er dir getan?". Und nach kurzer Zeit kommen Fragen bezüglich man selbst. Eine geliebte Person starb. Irgendwann bezieht man seine "Kraft" des Trostes aus seinem Egoismus. " Wieso muss ich das ertragen?"; Was habe ich getan, um so zu leiden?". Es sind natürlich berechtigte Fragen, die man sich stellt. Aber auf diese Fragen wird man nie eine Antwort bekommen. Ganz egal, wie oft man sich das stellt. Auch ich stelle mir diese Frage sehr oft, nur ich weiß ganz genau, dass ich niemals eine Antwort auf meine Fragen bekommen werde. Und das ist das Widerliche daran.

Der Mensch braucht Klarheit und Wahrheit, um mit Vergangenem abzuschließen. Es liegt in der Natur der Menschen, alles zu wissen. Auch bekannt als "Neugier". Auch wenn der Mensch an sich, die ganze Wahrheit nicht versteht oder nicht verkraften kann, so ist er erleichtert, weil er nun sagen kann, er weiß es. Aber bei solchen Fragen, wird es nie so etwas geben. Und daran hängen sich die meisten Menschen auf, weil sie ihre Antworten haben wollen. Es gibt wenige Menschen, die Dinge einfach so akzeptieren, wie sie passieren. Ob das gut oder schlecht ist, frage ich mich. Ich weiß es nicht. Für mich ist das Nachdenken dieser Frage eigentlich nicht wichtig, denn.. Ist es wichtig, wie ein anderer Mensch mit Verlusten umgeht. Sei es durch Verdrängung, Konfrontationen, Betäubung. Jeder Mensch schließt ganz alleine, auf seine Art und Weiße ab. Und ich finde das gut so. Man entscheidet selbst, wie sehr einen der Verlust trifft und wie man sich davor zu verstecken erhofft. Und später dann, wie man damit am Besten abschließen kann.

16.11.15 17:44
 
Letzte Einträge: Ein Jahr ist vergangen.., Die Welt ist ein grausamer Ort, Verloren im Paradies


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